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Ziele

GESTU verfolgt im Wesentlichen zwei große Ziele:

  • den teilnehmenden gehörlosen und schwerhörigen Studierenden einen gleichberechtigten Studienzugang zu ermöglichen, damit sie ihr Studium zeitgerecht und erfolgreich absolvieren können:
    durch die Einrichtung der Servicestelle wird Inklusion im tertiären Bildungsbereich ermöglicht
  • die Studiensituation der Zielgruppe insgesamt zu verbessern und, daraus resultierend, die Anzahl gehörloser AkademikerInnen in Österreich zu erhöhen.

Pädagogische Ziele und Maßnahmen

Mit der GESTU-Servicestelle soll den teilnehmenden gehörlosen und schwerhörigen Studierenden in adäquater Weise Zugang in den tertiären Bildungsbereich ermöglicht werden. Pädagogische Maßnahmen umfassen z.B.

  • Fachgebärdenentwicklung
  • Sensibilisierung von Universitätsangehörigen
  • Durchführung eigens entwickelter Lehrveranstaltungen

Die Fachgebärdenentwicklung verfolgt zwei Ziele:

  • Spontan von Studierenden und ÖGS-DolmetscherInnen entwickelte Fachgebärden ermöglichen den einzelnen Studierenden den Zugang zum Lerninhalt ihres Studienfachs.
  • Damit die spontan entwickelten Fachgebärden nicht schon nach kurzer Zeit verloren gehen, sondern neuen Generationen von Studierenden und DolmetscherInnen zur Verfügung stehen, werden diese Fachgebärden
    • gesammelt,
    • einer sprachwissenschaftlichen Analyse unterzogen,
    • lexikalisiert und online gestellt;
    • nach ihrer Etablierung stehen sie auf der Online-Plattform http://fachgebaerden.tuwien.ac.at der gesamten Sprachgemeinschaft zur Verfügung.

Die Sensibilisierung aller im Universitätsbetrieb tätiger Personen steht ebenfalls im Zentrum von GESTU. Dabei sollen vor allem für Lehrende Best Practice Methoden zur optimalen Einbindung gehörloser Studierender in den Lehrbetrieb erarbeitet werden, die in weiterer Folge auch anderen Universitäten und Fachhochschulen in Österreich zur Verfügung gestellt werden sollen.

Technische Ziele und Maßnahmen

Versuche mit verschiedenen technischen Hilfsmitteln sowie eine kritische Auseinandersetzung mit diesen sollen dazu führen, dass neue Erkenntnisse über technische Hilfen erlangt werden und so ein optimierter Einsatz sowie eine Verbesserung der Hilfsmittel erreicht werden können. Zu den technischen Mitteln, die erprobt und produziert werden sollen, gehören insbesondere:

  • Spracherkennungstechnologien ("Re-Speaking") für die live Untertitelerzeugung,
  • Online-Schriftdolmetschen,
  • E-Learning,
  • elektronische Lexika(Fachgebärden-Wiki).

Diese Technologien können gehörlose und schwerhörige Studierende im Studienalltag unterstützen und ihnen auch in weiterer Folge zur Verfügung stehen. Die verschiedenen Technologien sollen auch eine Hilfestellung für alle Studierenden bieten.